Australien – Wilsons Promontory

St.Kilda und Fitzroy

Was macht man an einem trüben Wintertag in Melbourne, wenn man das Standardprogramm „Melbourne in einem Tag“ schon in der Vorwoche erleigt hat?

Man besucht Museen, man geht einkaufen, man geht ins Kino, man bleibt einfach in Bett liegen,… . Oder aber man sucht sich mehr oder weniger wahllos andere Stadtviertel als die „City“ (CBD) heraus und schaut, was diese zu bieten haben. Die Wahl meines ersten Stopps fiel auf Fitzroy, ein äteres Viertel, das wohl ehemals ein zwielichtiges Viertel war. Nun Melbourne wäre nicht die erste Stadt wo sich aus einem solchen Vietel etwas tolles entwickelt. Günstig, aber zentral lockt es junge Kreative oder Individualisten an, wird hip, die Preise steigen, es wir renoviert und hübsch, die jungen Kreativen ziehen zwangsläufig weiter, denn für das Flair, das sie verbreiten, zahlt ihnen niemand was. Wo auf diesem Weg steht also Fitzroy?

Über die Preise für Mieten kann ich nichts sagen, in jedem Fall merkt man, Fitzroy ist anders als einer der unzähligen Suburbs die Melbourne umgeben: Eng, kleine Häuser, verfallene Ecken, wirkt an manchen Ecken nach wie vor etwas schmuddelig. Und es gibt zwei Pole. Die eine ist die Brunswick Street (und ein paar der Seitenstraßen in Ansätzen), der andere die Smith Street. Nicht weit voneinander weg, dazwischen liegen kleine, passend zum Stadtteil, ältere Häuser, bietet die Smith Street Heimat für günstige Ketten, die wohl dem täglichen Bedarf der Bewohner der angrenzenden Viertel decken dürften.

Ein ganz anderes Bild auf der anderen Seite. Ja, die Häuser bedürfen rein den Zustand betrachtend doch meist einer grundlegenden Außensanierung, wirken dafür authentisch und das Angebot in dieser Straße an Läden, Restaurants und Cafés ist bunt, abwechslungsreich und sehr einladend. Der oben beschriebene Weg ist noch recht am Anfang. Der Fortschritt darf wegen mir an dieser Stelle bleiben. Es findet sich in der Straße kein Laden einer mir aus Europa oder den USA bekannten Kette und viele Läden mit lokalen oder außgefallenen Produkten. Mein Favorit wurde Zetta Florence Fine Paper (197B Brunswick St.), wo es einfach schöne Produkte (zu hohen Preisen, aber gut, hey, das ist Australien!) aus Papier gibt.
Auch ganz nett, aber nicht total vom Hocker reisenend ist der Rose Street Market (60 Rose St.). Kleine Designer verkaufen hier ihre Produkte – ähnlich wie die Stijl-Messen und Konsorten in Deutschland.

Wie überall sonst in Melbourne allgegenwärtig: Graffiti das Kunst und keine Verunstaltung ist.

Kurz gesagt: Hin gehen!

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Es folgte: St.Kilda, das Viertel an Strand, ideal zum Baden. Das verspricht doch Freizeitleben pur! Tatsächlich eine schön angelegte Flaniermeile, feiner heller Sand doch irgendwie, das Freizeitgefühl wollte sich nicht so recht einstellen, zu viele Baustellen, zu viele angeschemmte Dinge, ein heruntergekommener Freizeitpark und der wolkenverhangen Himmel tat sein übriges ein paar Bausünden hervorzuheben. Nun gut, es ist Winter.

Ich begab mich also auf den Weg zum Zentrum des Stadtteils, versprach dieser doch wegen der vielen Besucher auch außergewöhnlich viele Möglichkeiten Geld los zu werden.
Gab es auch, aber irgendwie, ein Strandort ohne Sonne und Wärme funktioniert nicht so richtig. Zumindest die excellent heiße Schokolade entschädigte. Heißgetränke aus Bohnen, ja das können sie, die Australier!

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Australien – Great Ocean Route – Bilder

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Australien – Melbourne – Bilder

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Von Palenque nach Xpujil: Das echte Mexiko

Wie lernt man am besten als Tourist ein Land kennen? Dann wenn etwas nicht so läuft wie geplant und man anfangen muss zu improvisieren und dabei auf andere Leute angewiesen ist.

Das Busnetz in Mexiko ist sehr gut ausgebaut und funktioniert auch zuverlässig. Daher bietet es sich an, bei einer Reise ohne Mietwagen darauf zurück zu greifen. Das sah auch der Plan für die Fahrt von Palenque nach Xpujil vor. Ein bereits gekauftes Busticket inklusive reserviertem Sitzplatz von Palenque bis Escárcega und von dort weiter mit einem nicht reservierbaren Bus nach Xpujil. Der erste Schritt funktionierte auch ganz gut, der Bus fuhr pünktlich, nahezu vollbesetzt mit uns am richtigen Platz sitzend ab. Das Ziel Escárcega sollte 4 Stunden später erreicht werden. Irgendwann jedoch war der Bus gezwungen anzuhalten – da der Verkehr still stand. Nachdem mehrere Minuten nichts mehr weiter ging, informierte sich der Fahrer bei einem Passanten, um anschießend seinen Fahrgästen mitzuteilen, dass es Proteste gäbe und gerade die Straße blockiert sei, stelle den Motor ab und öffnete die Türe. Das Meckern der Fahrgäste war nicht vergleichbar mit der Ankündigung einer 10-minütigen Verspätung an einem deutschen Bahnhof – es gab einfach gar keines.

Weitere offizielle Informationen gab es auch keine. Gerüchteweise, und bestätigt durch eigene Augen und Ohren, handelte es sich um den Protest armer Landbevölkerung gegen Landumverteilung durch die Regierung, der darin bestand, an einer großen Kreuzung die Fahrbahnen durch (von 2 Leuten tragbare) Stämme, Äste und Betonteile zu versperren und 2 LKWs quer auf die Straße zu stellen, am Straßenrand im Schatten zu stehen und 5 Plakate umhängen zu haben. Die Polizei, die nach 2 Stunden mit 5 Mann erschien, stellte sich dazu und es geschah weiter nichts. Es gab interessante Gespräche zwischen bis dahin Unbekannten. Z.B. lerne ich einiges über mexikanische Reisevorlieben und das es tatsächlich Russen gibt die ohne unter Druck zu stehen darauf stolz sind, dass es bei ihnen so etwas nicht gäbe und wenn, sofort alle möglichen Staatsorgane zur Stelle sind und die Protestierenden nach spätestens 15 Minuten mit den Gesicht nach unten neben der Fahrbahn im Gras lägen.)

Dann doch lieber so.

Die Blockade wurde ab- und zu für wenige Minuten aufgehoben, so dass einige Fahrzeuge weiter fahren durften. Für uns führte das beim zweiten Mal – nach 4 Stunden – zum Erfolg und wir konnten unserem Ziel wieder näher kommen.

Gewürzt wurde die Wartezeit durch Straßenhändler, die wohl an einem Tag den Umsatz eines Monats machten, und uns (mit konsequent steigenden Preisen) Bananenchips versorgten (und allem Möglichen anderen). Anders als der Name vermuten lässt, sind diese salzig und können mit scharfer Salsa noch weiter verfeinert werden. Unbedingt probieren.

Konsequenterweise kamen wir auch 4 Stunden verspätet in dem Ort an, in dem wir umsteigen wollten. Da es noch mehr solcher Blockaden gab, konnte uns niemand sagen, ob und wann denn ein Bus nach Xpujil führe. Also versuchten wir ein Colectivo zu finden, das führe. Zunächst sah auch das schlecht aus, einzig ein Taxi für 60€ hätte es versucht.

Überraschenderweise stand plötzlich eine junge mexikanische Mama neben uns, die dasselbe Problem hatte und hoffte, dass wenn wir zusammen führen Kosten teilen könnten und begann zu organisieren. Für sich, ihren Mann und ihr Kleinkind zunächst 30 km weiter mit einem Colectivo in einen Ort, wo es eine weitere Straßensperre gab, die wir zu Fuß durchqueren müssen, um ein anderes Colective zu bekommen das uns weitere 40km fährt um dann zu 5 ein Taxi für die letzten 60 km zu nehmen. Wir verstanden nur 1/3 von dem was sie uns auf Spanisch erzählte, aber nach ca. 1 Stunde warten ging es weiter.

Spannend war dann noch, wie man 4 Erwachsene 1 Kleinkind und ihr Gepäck mit Kinderwagen in einen Kleinwagen (etwas kleiner als ein Polo) bekommt, aber es ging irgendwie. Auf dem Weg wurde dem Kind noch Brei gefüttert und fröhlich spekuliert wo wir denn wohnen würden, denn das konnten wir nicht so richtig erklären, nur dass es eine Hütte außerhalb eines Dorfes 5 km vor Xpujil sei war uns möglich verständlich zu machen.

Unsere Fahrt endete um kurz vor 8 an einem für Fahrzeuge geschlossenen Tor – immerhin mit Hinweisschild auf unsere Hütte. Alle Versuche unseren Gastgeber telefonisch zu erreichen scheiterten, so dass uns nichts übrig blieb als zu Fuß in die Dunkelheit zu laufen, in der Hoffnung dort irgendetwas Brauchbares vorzufinden. Nach einem gefühlten Kilometer Fußmarsch mit Gepäck im Dunklen fanden wir dann auch die Hütte, in der Zum Glück der Schlüssel steckte, ein kleiner Willkommensbrief hing und ein Handy und mehrere Kontaktnummern zur Verfügung gestellt wurden.

Auch so kann man einen Tag in Mexiko verbringen.

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Palenque

Palenque sollte der südlichste Punkt unserer Reise werden und der einzige Ort den wir besuchten, der tatsächlich sowas wie Berge ausweisen konnte. Und noch viel ungewöhnlicher: sichtbares Wasser, sprich Flüsse und Wasserfälle. Passend dazu wurde das auch unser kühlster und regenreichster Tag in Mexiko. Doch der Regen und der damit verbundenen Dunst und Nebel passte hervorragend zu der mystischen Atmosphäre dieser Maya-Ruinen.

Um auch die weiter südlich gelegenen Wasserfälle Aqua Azul besuchen zu können, hatten wir eine Tour gebucht. Leider stellte es sich heraus, dass ein Besuch wegen Straßensperren von protestierender Landbevölkerung dort nicht möglich war, so dass wir nur den Wasserfall von Miso-Hu und als Ersatzprogramm die Wasserfälle Welib Ha besuchen konnten. Zweitere lohnen sich nicht wirklich, vor allem nicht wenn man dort vom Touranbieter für 2 Stunden ausgesetzt wird und es nichts zu tun gibt.
Schade, aber wegen des nach wie vor schlechten Wetters vielleicht kein so großer Verlust und ein guter Grund nochmals zu kommen.

Die Stadt (Palenque Pueblo) ist ganz auf die Touristen ausgerichtet, was sich in hohen Preisen aber leider auch schelchter Qualität der Restaurants niederschlägt. An einem Abend waren wir im angeblich einzigen Restaurant mit lokaler Küche (Maya Canada), das immerhin zum Zeitpunkt unseres Besuchs auf Platz 2 bei Tripadviser zu finden war und auch von unseren Airbnb-Hosts empfohlen wurde. Es war nicht prinzipiell schlecht, ist aber auf Gruppen ausgelegt (wie fast alles in Palenque) und auch mit einer französischen Reisegruppe voll besetzt. Das lässt leider sowohl den Service wie auch die Qualität des Essens leiden. Den anderen Abend aßen wir bei einem sehr versteckt liegenden Italiener (Monte Verde Trattoria Pizzeria), eine absolute Ausnahme für uns, aber es stellte sich als ganz gute Wahl raus.

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Campeche

Auch hier hätte man gut einen Tag einsparen können. Zum einen indem man einfach mal auf das Bussystem vertraut und den direkten Bus einfach abpasst, zum anderen, weil Campeche keine 2 Übernachtungen (Hotel Castelmar, empfehlenswert) benötigt um es zu erkunden.

So fuhren wir zunächst nach Merida zurück um einen direkten Bus nach Campeche zu besteigen. Völlig unnötig, da der Bus von Merida nach Uxmal auf anderer insgesamt längerer Route auch nach Campeche weiter fährt.

Das faszinierendste an Campeche war die jahreszeitlich bedingte Beleuchtung des Zocalos – Weihnachten wirkte noch nach – und die Videoinstallation die am Abend an eine Häuserfassade projiziert wurde.

Ansonsten ist die Stadt schnell erkundet. In der Innenstadt sind die Fassaden schön her gerichtet und es gibt sogar eine Art Fußgängerzone. Die Kathedrale am Zocalo ist sehenswert und die Auswahl an Restaurants relativ groß, wenn wir auch nicht das gefunden haben, dass uns so überzeugt hätte. Besondere Erwähnung verdient die Bäckerei in der Calle 8 zwischen Calle 61 und 59 am Rand der Innenstadt. Leckeres und günstiges Ciabatta und Pain au Chocolat, der ideale Snack für lange Busreisen.

Am zweiten Tag in Campeche besuchten wir, fast schon zum Entsetzen des Hotelangestellten den wir nach dem Weg fragten, den lokalen Markt, kauften dort grüne scharf gewürzte Mangostücke (nicht unser neuer Lieblingssnack) und erliefen die Teile der wieder aufgebauten Stadtmauer. Interessant war in einem Teil der Altstadt, dass die Gehwege den tiefer liegenden Straßen nicht folgten, sondern einfach auf höherer Ebene blieben. Zum einen erlaubte das, direkt auf die Dächer der parkenden Autos zu steigen, zum anderen machte das das Überqueren der Straßen etwas abendteurlich.

An einer Stelle schöpft Campeche seine Lage nicht aus. Direkt am Meer liegend erwartet man schon fast einen schönen Uferbereich mit Parks, Restaurants und schönen Flächen. In der Innenstadt ist dieses Gebiet jedoch dazu genutzt die Hauptverkehrsstraße unterzubringen. Das hält schön den Verkehr aus der Innenstadt, aber verspielt das Potential einer Stadt am Meer.

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Uxmal

Mittlerweile doch ein wenig erfahren in Mayaruinen, erkundeten wir die von Uxmal und begannen Elemente wieder zu erkennen bzw. auch festzustellen welche Unterschiede es gibt. Einen Unterschied machte schon die Topographie aus. So ist das Umland ein wenig hügelig, was zum Bau der Paläste, Pyramiden und Tempel auch sehr schön ausgenutzt wurde. Ein anderer Effekt ist, dass die große Pyramide in Uxmal (die auch nicht bestiegen werden darf) abgerundete Ecken hat, was ihr ein ungewohntes Aussehen gab.

Durch die hügelige Landschaft und weitere großartige Bauwerke, die auch erkundet werden durften war es trotzdem gut möglich die Anlage zu erspüren. Ein steter Begleiter hier sind die Leguane. Hinter jeder Wegbiegung erwartet einen ein neuer posierender (sich sonnender) Mini-Drache. Streicheln geht nicht, da haut er ab, aber sonst sind die Tiere nicht sonderlich schreckhaft.

In Uxmal wird am Abend eine 45 Minuten dauernde Licht- und Tonschau gezeigt, welche zum einen die Geschichte der Stadt erzählt und zum anderen auch pathetisch aber sehr anschaulich Szenen aus dem Leben wiedergibt. Leider verstanden wir nur 1/3 da alles auf Spanisch war und wir die Stelle nicht gefunden hatten, wo man Kopfhörer für Übersetzungen ausleihen konnte.

Sehr gut hätte man bei besserer Planung beide Tage zusammenfassen können, da es in der Gegend einfach wenig zu tun gibt, vor allem wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist.

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Kabáh und Labná

Der weitere Weg führte uns aus Merida Richtung Süden, wo wir, mitten im Nichts, erstmalig ein Hotel (La Case del Mango) gegenüber der Stichstraße nach Uxmal besuchten. Den restlichen Tag nutzen wir um die beiden noch ein Stück weiter im Süden liegenden Maya-Ruinen Labná und Kabáh zu besichtigen. Ausnahmsweise haben wir es geschafft den Taxipreis etwas zu verhandeln, sonst nicht unbedingt unsere Art.

Beides sind mittelgroße Stätten, die man nicht unbedingt gesehen haben muss. Interessant sind dort vor allem die Tore, welche die alten Maya-Straßen (genannt: Sakbe) überspannen. Sie dienten jedoch nicht als Schutz, da die meisten Städte keinerlei Befestigungsanalgen hatten sondern waren Zier- bzw. religiöse Objekte.

Nach 3 Airbnb Unterkünften etwas befremdet von der anonymen Atmosphäre eines Hotels genossen wir trotzdem den Abend mit Schwimmen und einem überraschend guten „modernen“ mexikanischen Abendessens im „alternativlosen“ Hotelrestaurant.

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Ein Ausflug der Extraklasse

Mit unseren „Airbnb-Hosts“ in Merida hatten wir wieder unwahrscheinliches Glück. Zum erstklassigen Frühstück saßen die Gastgeber, die anderen 2 Gäste und wir am Frühstückstisch zusammen, diskutierten unsere Pläne und stellten fest, dass sie für diesen Tag ziemlich ähnlich waren. Spontan boten Monique und Steve an mit uns und ihrem Auto einen Ausflug zu machen: die Ruinen von Mayapan, ein Schwimmstopp in einem Cenoto und ein Besuch auf einer alten Hazienda, die heute ein Restaurant und ein kleines Museum beherbergt.

Ohne dieses Angebot hätten wir vielleicht noch die Ruinen mit einem teuren Taxi erreicht – denn diese sind nicht sonderlich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder von Touranbietern erschlossen und ob wir je ein Cenoto erreicht hätten ist fraglich.

Es war wie ein rundum geglückter „Familienausflug“. Mayapan ist eine sehr kompakte und sehr schöne Maya-Stadt in der man all das machen konnte, was in Chichén Itzá nicht möglich ist. Man hat Ruhe (ohne uns waren vielleicht noch 5 andere PKWs auf dem Parkplatz), man darf auf die Pyramiden und Tempel rauf steigen, man darf in machen Bauwerke rein gehen, man sieht Rest der Wandgemälde, die nicht in ein Museum gebracht wurden und alles außer einem Ballspielplatz war vorhanden. Der Blick von der großen Pyramide auf die Anlage und die sich ewig dahin streckende flache Busch-Landschaft war einfach atemberaubend.

Der Weg zur Cenoto führte uns dann durch kleinere heutige Maya-Dörfer (zum Großteil sind die Einwohner Yucatans Nachfahren der Mayas oder Mestizen), was uns einen kurzen Einblick in das Leben der Landbevölkerung gab. Diese Dörfer sind teilweise dort, wo nach der Eroberung durch die Spanier Haziendas entstanden sind, deren Überreste in das Dorf mit eingebaut wurden.

An der Cenoto, die über einen nur nach Suchen auffindbaren Feldweg zu erreichen war, angekommen, fuhr das dort stehende einzige Auto gerade ab. So hatten wir dieses „Hallenbad“ für die nächste Stunde ganz für uns. Atemberaubend. Auf Bildern ist die Stimmung dort drinnen leider nur ansatzweise einfangbar.

Der nächste Stopp war der Maiskolbenverkäufer in einem kleinen Dorf, wo wir sehr schmackhaften mit Sauerrahm, Limette und Chili und Käse gekochten Maiskolben aßen. Zum Anschluss aßen wir noch mehr in einer Hazienda, die als Restaurant und Veranstaltungsort mit kleinem Museum sehr gut das Größenausmaß dieser Gutshöfe zeigte. Herrschaftliche Gebäude, ein eigenes Netz an Eisenbahnwagen zum Transport der geernteten Kakteenblätter, riesige Maschinen zum Pressen des Sisals und die Infrastruktur einer kleinen Stadt inklusive Amphitheater waren zu sehen.

Mit nur 2 Übernachtungen in Merida war unser Aufenthalt dort leider viel zu kurz.

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